Autor: Leonie Magin (Seite 1 von 2)

Jahreshauptversammlung 2019

Pressebericht des Schifferstadter Tagblatt.

Neuer Chorleiter des Schifferstadter Männerchors

Pressebericht des Schifferstadter Tagblatt.

Neujahrskonzert 2019

Pressebericht des Schifferstadter Tagblatts.

Konzert „Voller Vorfreude“

Pressebericht des Schifferstadter Tagblatts.

Pressebericht Totengedenken 2018

Ein Mensch, der immer da war, ist nicht mehr….

Totengedenken der MGVs 1854 und Concordia für ihre verstorbenen Mitglieder

 

Schifferstadt (ise). Seit fünf Jahren veranstalten die beiden Männergesangvereine 1854 und Concordia für ihre verstorbenen aktiven und fördernden Mitglieder und ihre Familienangehörigen im November ein gemeinsames Totengedenken. Am vergangenen Sonntagvormittag  wurde nun wieder in der Aussegnungshalle am Waldfriedhof in besonderer Weise den von November 2017 bis einschließlich Oktober 2018 Verstorbenen gedacht. „Sie alle haben viele Jahre dem Verein die Treue gehalten und somit die Chorarbeit unterstützt“, hob Lothar Welte, Sprecher des Männerchors MGV Concordia, in seiner Ansprache hervor. Denn Stimmen, die vertraut waren, schwiegen nun, Menschen, die immer da gewesen seien, gäbe es nicht mehr. Was bliebe, seien Erinnerungen, die  niemand nehmen könne. Durch die in dieser Feierstunde vorgetragenen Trauergesänge war es den Sängern ein Anliegen, ein Dankeschön zu sagen an Norbert Eckrich, Erich Gütter, Heinz Rupp, Werner Sturm, Elisabeth und Norbert Valdenaire sowie Günter Zoth.

„Es ist schwer, wenn ein Mensch, der immer da war, nicht mehr ist und wenn um uns herum eine gewisse Leere entsteht. Manchmal merkt man erst dann, welch große Bedeutung er für uns hatte“, betonte der 1. Vorsitzende des MGV 1854, Hermann Magin, in seiner Ansprache. „Wir erleben Situationen, mitunter täglich, an denen wir uns an den Verstorbenen erinnern. Und das ist gut so, denn es zeugt von einer innigen Verbundenheit zu dem Menschen“, so Hermann Magin. „Wenn wir uns in unserer Trauer an Bilder und Ereignisse aus der Vergangenheit und die vielen gemeinsamen Stunden und Erlebnisse erinnern, dürfen wir auch um diese gemeinsamen Stunden weinen, doch sollten wir uns auch daran erfreuen, dass wir diese gemeinsamen Stunden miteinander teilen konnten“, fügte er hinzu. Die Verstorbenen hätten all die Jahre durch ihr Wirken, den Besuch ihrer Veranstaltungen und mit ihrer Vereinsmitgliedschaft die kulturelle Arbeit des MGV 1854 unterstützt. Dafür sei der Verein zu großem Dank verpflichtet. Ein besonderes Gedenken galt dem Sänger Theo Schott, der zudem 25 Jahre die gute Seele als Hausmeister in der Sängerklause war sowie den fördernden Mitgliedern Hans-Reiner Bresser, Ursula Heberger, Eugen Kessler, Fritz Krämer, Karl Magin, Alfons Mayer, Josef Schwind und Maria Weißenmayer.

Der MGV 1854 und der MGV Concordia taten es an diesem Vormittag unter Leitung von Pedro F. Lechner mit den Liedvorträgen „Wohin soll ich mich wenden“ und „Du gabst, oh Herr. mir Sein und Leben“, beides aus der Deutschen Messe von Franz Schubert,  „O Herr, gib Frieden“ von Dmitri Bortniansky, „Wir sind nur Gast in dieser Welt“ von Karl-Heinz Jäger, und dem schottischen Bardenchor „Stumm schläft der Sänger“ von Friedrich Silcher. Die Leiterin des Männerchors des MGV Concordia, Sarah Hickethier, bereicherte die Feierstunde mit einer wunderschönen Wiedergabe des Franz-Schubert-Liedes „Ruhn  in Frieden alle Seelen“ und die Leiterin von „Da-Capo-1854“, Danai Amann mit der herrlichen Arie „Bist du bei mir, geh ich mit Freuden“ von Johann Sebastian Bach.

 

Pressebericht Liedernacht der modernen Chöre 2018

Liedernacht auf hohem Niveau

Beste Unterhaltung: Moderne Chöre sorgen bei MGV 1854 für Hörgenuss

Schifferstadt (suk). Sie waren ein Hingucker auf der Bühne der Waldfesthalle und machten einfach gute Laune: „aCHORat“, ein rund 25 Herren starkes Ensemble aus Harthausen. Erstmals dabei hatten sie direkt neue Fans gefunden bei der Liedernacht der modernen Chöre des MGV 1854, die mit der Qualität der Veranstaltung wieder eine deutlich Marke setzte.

Zehn Chöre, je drei Lieder, viele musikalische Genres. Wer am Samstag in die Waldfesthalle kam, durfte sich über beste Unterhaltung freuen, die noch dazu abwechslungsreich war. Von der Größe und der Besetzung waren die auftretenden Gruppierungen, die nicht nur aus der Pfalz, sondern auch aus Baden-Württemberg kamen, so unterschiedlich wie es die Lieder waren, die für den bunten Melodienabend vorgesehen worden waren.

Nur einmal gab es eine Dopplung: Sowohl „Rainbow“, der moderne Chor der Chorgemeinschaft Speyer, als auch „Vocalis“ vom AGV Liederkranz Sambach hatten „The Rhythm of Life“ mit einem Text von Cy Coleman ausgewählt. Die zu Grunde gelegten Arrangements waren unterschiedlich, so dass zwei verschiedene Klangwelten entstanden. Während die Speyerer sich mit Roger Emerson und reiner Klavierbegleitung eher auf traditionell gleitenden Wogen bewegten, nutzten die Sambacher die pfiffige Richard Barnes-Variante zur instrumentalen Basis aus dem Lautsprecher.

Die Maßstäbe hoch legten „Vocalis“ indessen mit ihrem letzten Stück: Sie wagten sie an die „Bohemian Rhapsody“ der Kult-Band Queen – und bescherten bei präzisen Tempi- und Lautstärkewechseln das Meisterstück in vollem Volumen. Ein großer Klassiker wurde groß interpretiert.

„aCHORater“ Männerchor macht mächtig Laune

Dass reine Männerchöre durchaus in der Neuzeit funktionieren, stellte – wie anfangs angedeutet – „aCHORat“ unter Beweis. Mit Timo Töngi steht den Harthausenern aber auch ein leidenschaftlicher Kreativling vor, der mit Verstand und musikalischem Geschick für Schwung sorgt. Eine regelrechte Musikrevue mit tiefherzigem, energiegeladenem Gesang und vollem Körpereinsatz erlebte das Publikum in der Waldfesthalle, das zu Recht nach Zugabe rief.

Mit purer Lebensfreude wurde die A Cappella-Pop-Nummer „Das Rendezvous“ umgesetzt, nicht weniger herzerfrischend gelang der Roger Cicero-Hit „Zieh die Schuh aus“, der den Männern von Töngi auf den Leib arrangiert worden war. Dass am Ende noch Tom Jones‘ „Sex Bomb“ aus der Songkiste geholt wurde, überraschte weniger, als dass es begeisterte.

Ebenso wenig verwundert waren die Zuhörer darüber, dass auch die folgende Gruppe namens „Abgefahren – der Bahnstadtchor“ aus Heidelberg mächtig Eindruck machte. Der Chor des Stadtteilvereins Bahnbach stand ebenfalls unter Töngis Leitung und setzte sogar „Love Runs Out“ – den rhythmusreichen Megahit der amerikanischen Pop-Rock-Band OneRepublic – nahezu hundert Prozent authentisch um. Beachtenswert: der Einsatz der Solistin am Cajon, einer peruanischen Kistentrommel, der dem ganzen Stück den notwendigen Antrieb gab.

Einen bemerkenswerten Einstand bei der Liedernacht feierte „Mixtur“, der Chor des Kulturvereins Bellheim, der ebenfalls Premierengast war. Leiterin Janina Moeller war mit Herz bei der Sache und wagte mit ihren rund 30 Sänger*innen einen außergewöhnlichen Einstieg in ihr Set: Der Begegnungs-Jodler von Lorenz Maierhofer zog durch die Halle – ein tolles Klangerlebnis und ein einfallsreicher Auftakt, der gleichzeitig das fabelhafte Niveaus des Chores ausdrückte.

So enttäuschte er auch in Folge nicht. Unter die Haut ging das Annie Lenox-Stück „Into the West“, das 2003 zum Film „Der Herr der Ringe“ entstand. Von hoher Emotionalität und Intensität geprägt war die Umsetzung, was zeigte, dass nicht nur Musik gemacht, sondern diese auch empfunden wurde.

Auf Standards aus der Chorliteratur setzten die ersten drei von Dagmar Kopf in souveräner Weise angekündigten Gruppen. Musical-Macher Andrew Lloyd Webber wurde vom Vocalensemble CHORios, dem modernen Chor der Liedertafel Hockenheim, unter anderem zu Gehör gebracht.

Kalifornische Leichtigkeit und luftigen Oldies

Auch die vier Schifferstadter Formationen nutzten bekannte Melodien. Der Große Chor des Paul-von-Denis-Gymnasiums hatte sich beispielsweise für Leonard Cohens „Halleluja“ entschieden, der moderne Chor des MGV Concordia, Cantiamo, arrangierten sich zwischen einem flotten “California Dreaming“ (The Mamas & The Papas) und einem tragenden „The Rose“ (Bette Midler) und „Inspiration“, der moderne Chor des MGV Klein-Schifferstadt bewegte sich zwischen den Prinzen („Alles nur geklaut“) und Ray Charles „(Hit the Road Jack“). Zum letztgenannten Oldie, der locker-luftig ins Ohr ging, klappte das Kollektivschnipsen in der Halle optimal.

Den eigenen Auftritt hoben sich die Gastgeber nach gutem Brauch bis zum Schluss auf. „Da Capos“ Chorleiterin Danai Amann griff ebenfalls auf bekanntes Liedgut aus dem Repertoire des modernen Chors der 1854er zurück und sorgte mit den Sänger*innen zum wiederholten Mal an dem Abend in der Waldfesthalle für die an die Beach Boys angelehnten „Good Vibrations“ – für beste Stimmung also.

Wie eng Sangesfreunde zusammenstehen, zeigte anschaulich das gemeinsame Schlusslied. Rund 300 Frauen und Männer drapierten sich auf kleinstem Bühnenraum und setzten zum letzten musikalischen Aufruf des Abends an: „Clap your hands and sing Halleluja“ – das ließ sich niemand zweimal sagen.

„Liedernacht auf hohem Niveau“

Pressebericht von Susanne Kühner, 2018.

Liedernacht auf hohem Niveau

Beste Unterhaltung: Moderne Chöre sorgen bei MGV 1854 für Hörgenuss

Schifferstadt (suk). Sie waren ein Hingucker auf der Bühne der Waldfesthalle und machten einfach gute Laune: „aCHORat“, ein rund 25 Herren starkes Ensemble aus Harthausen. Erstmals dabei hatten sie direkt neue Fans gefunden bei der Liedernacht der modernen Chöre des MGV 1854, die mit der Qualität der Veranstaltung wieder eine deutlich Marke setzte.

Zehn Chöre, je drei Lieder, viele musikalische Genres. Wer am Samstag in die Waldfesthalle kam, durfte sich über beste Unterhaltung freuen, die noch dazu abwechslungsreich war. Von der Größe und der Besetzung waren die auftretenden Gruppierungen, die nicht nur aus der Pfalz, sondern auch aus Baden-Württemberg kamen, so unterschiedlich wie es die Lieder waren, die für den bunten Melodienabend vorgesehen worden waren.

Nur einmal gab es eine Dopplung: Sowohl „Rainbow“, der moderne Chor der Chorgemeinschaft Speyer, als auch „Vocalis“ vom AGV Liederkranz Sambach hatten „The Rhythm of Life“ mit einem Text von Cy Coleman ausgewählt. Die zu Grunde gelegten Arrangements waren unterschiedlich, so dass zwei verschiedene Klangwelten entstanden. Während die Speyerer sich mit Roger Emerson und reiner Klavierbegleitung eher auf traditionell gleitenden Wogen bewegten, nutzten die Sambacher die pfiffige Richard Barnes-Variante zur instrumentalen Basis aus dem Lautsprecher.

Die Maßstäbe hoch legten „Vocalis“ indessen mit ihrem letzten Stück: Sie wagten sie an die „Bohemian Rhapsody“ der Kult-Band Queen – und bescherten bei präzisen Tempi- und Lautstärkewechseln das Meisterstück in vollem Volumen. Ein großer Klassiker wurde groß interpretiert.

„aCHORater“ Männerchor macht mächtig Laune

Dass reine Männerchöre durchaus in der Neuzeit funktionieren, stellte – wie anfangs angedeutet – „aCHORat“ unter Beweis. Mit Timo Töngi steht den Harthausenern aber auch ein leidenschaftlicher Kreativling vor, der mit Verstand und musikalischem Geschick für Schwung sorgt. Eine regelrechte Musikrevue mit tiefherzigem, energiegeladenem Gesang und vollem Körpereinsatz erlebte das Publikum in der Waldfesthalle, das zu Recht nach Zugabe rief.

Mit purer Lebensfreude wurde die A Cappella-Pop-Nummer „Das Rendezvous“ umgesetzt, nicht weniger herzerfrischend gelang der Roger Cicero-Hit „Zieh die Schuh aus“, der den Männern von Töngi auf den Leib arrangiert worden war. Dass am Ende noch Tom Jones‘ „Sex Bomb“ aus der Songkiste geholt wurde, überraschte weniger, als dass es begeisterte.

Ebenso wenig verwundert waren die Zuhörer darüber, dass auch die folgende Gruppe namens „Abgefahren – der Bahnstadtchor“ aus Heidelberg mächtig Eindruck machte. Der Chor des Stadtteilvereins Bahnbach stand ebenfalls unter Töngis Leitung und setzte sogar „Love Runs Out“ – den rhythmusreichen Megahit der amerikanischen Pop-Rock-Band OneRepublic – nahezu hundert Prozent authentisch um. Beachtenswert: der Einsatz der Solistin am Cajon, einer peruanischen Kistentrommel, der dem ganzen Stück den notwendigen Antrieb gab.

Einen bemerkenswerten Einstand bei der Liedernacht feierte „Mixtur“, der Chor des Kulturvereins Bellheim, der ebenfalls Premierengast war. Leiterin Janina Moeller war mit Herz bei der Sache und wagte mit ihren rund 30 Sänger*innen einen außergewöhnlichen Einstieg in ihr Set: Der Begegnungs-Jodler von Lorenz Maierhofer zog durch die Halle – ein tolles Klangerlebnis und ein einfallsreicher Auftakt, der gleichzeitig das fabelhafte Niveaus des Chores ausdrückte.

So enttäuschte er auch in Folge nicht. Unter die Haut ging das Annie Lenox-Stück „Into the West“, das 2003 zum Film „Der Herr der Ringe“ entstand. Von hoher Emotionalität und Intensität geprägt war die Umsetzung, was zeigte, dass nicht nur Musik gemacht, sondern diese auch empfunden wurde.

Auf Standards aus der Chorliteratur setzten die ersten drei von Dagmar Kopf in souveräner Weise angekündigten Gruppen. Musical-Macher Andrew Lloyd Webber wurde vom Vocalensemble CHORios, dem modernen Chor der Liedertafel Hockenheim, unter anderem zu Gehör gebracht.

Kalifornische Leichtigkeit und luftigen Oldies

Auch die vier Schifferstadter Formationen nutzten bekannte Melodien. Der Große Chor des Paul-von-Denis-Gymnasiums hatte sich beispielsweise für Leonard Cohens „Halleluja“ entschieden, der moderne Chor des MGV Concordia, Cantiamo, arrangierten sich zwischen einem flotten “California Dreaming“ (The Mamas & The Papas) und einem tragenden „The Rose“ (Bette Midler) und „Inspiration“, der moderne Chor des MGV Klein-Schifferstadt bewegte sich zwischen den Prinzen („Alles nur geklaut“) und Ray Charles „(Hit the Road Jack“). Zum letztgenannten Oldie, der locker-luftig ins Ohr ging, klappte das Kollektivschnipsen in der Halle optimal.

Den eigenen Auftritt hoben sich die Gastgeber nach gutem Brauch bis zum Schluss auf. „Da Capos“ Chorleiterin Danai Amann griff ebenfalls auf bekanntes Liedgut aus dem Repertoire des modernen Chors der 1854er zurück und sorgte mit den Sänger*innen zum wiederholten Mal an dem Abend in der Waldfesthalle für die an die Beach Boys angelehnten „Good Vibrations“ – für beste Stimmung also.

Wie eng Sangesfreunde zusammenstehen, zeigte anschaulich das gemeinsame Schlusslied. Rund 300 Frauen und Männer drapierten sich auf kleinstem Bühnenraum und setzten zum letzten musikalischen Aufruf des Abends an: „Clap your hands and sing Halleluja“ – das ließ sich niemand zweimal sagen.

Bericht Liedernacht 2018

Ein Bericht von Kerstin Keppler, 2. Vorsitzende Kreischorverband Speyer.

Highlight der Saison

Schon lange ein Insidertipp ist die Liedernacht der Modernen Chöre in Schifferstadt, zu der der gastgebende Chor Da Capo 1854 zum 7. Mal eingeladen hatte. Am Samstag, den 25. August hatte zwar der Sommer eine kurze Pause eingelegt, aber das machte den 10 teilnehmenden Chören nichts aus. Die Stimmung war grandios. Inzwischen hat sich die Qualität der Veranstaltung herumgesprochen, so dass die Waldfesthalle gut gefüllt war und mehr noch, die Menschenmassen waren ruhig und lauschten gebannt den Beiträgen. Das Angebot war megastark und musikalisch ungemein vielfältig. Schon allein von der Stärke der Chöre, die von 10 bis 60 Aktiven reichte, war alles vertreten, aber auch vom Repertoire wurde alles geboten, was moderne Chöre heute ausmacht und Singen reizvoll erscheinen lässt.

Das Vocalensemble CHORios (Liedertafel 1874 Hockenheim) machte den Anfang und meisterte diese oft sehr unbeliebte Aufgabe bravourös. Ihnen lagen die pathetischem hymnischen Töne genauso, wie packende Rhythmen, was Sie bei „Sweet dreams“ bewiesen. Der kleinste Chor folgte. Fein und von sicherer Intonation und Aussprache waren die Beiträge der Schüler des Paul von Denis Schulzentrum (Oberstufen Chor des Paul von Denis Schulzentrum). Ein Chor mit dem geringsten Altersdurchschnitt und ganz bei der Sache. Wunderschön ihre Interpretation des Hallelujah von Leonard Cohen. Cantiamo (MGV Concordia Schifferstadt) glänzte sehr gefühlsbetont bei Bette Middlers Rose und stimmten nachdenklich bei „Irgendwas bleibt“.  Inspiration (MGV Klein Schifferstadt) zeigten einen völlig neuen Stil, witzig, stimmlich präzise und es war bestimmt nicht „alles nur geklaut“. Rainbow (Chorgemeinschaft Speyer) brachte Jäzziges und Rhythmisches zusammen: Zum Träumen lud „Over the rainbow“ ein und zum Mitgehen ein trotziges, rhythmisches „Auf uns“, auch ohne Weltmeisterschaft.

Mixtur (Chor des Kulturvereins Bellheim) kam alpenländisch fesch daher und begüßte sängerisch alle mit dem Begegnungsjodler, keine gewohnte Chorkost in unseren Breiten. Sie bereiteten den Boden sehr fruchtbar für einen der Höhepunkte des Abends: aChorat (MGV Harthausen). Was die Herren an Witz Humor und Sex Appeal herausließen, brachte die Halle zum Kochen. „Sex bomb“ und „Rendevous“ egal, das Publikum wollte immer mehr hören und vor allem auch sehen. Die erste Zugabe des Abends , ein idealer Rapp, war der Lohn. Danach hatten es die anderen Chöre schwerer, definitiv, denn das war kaum zu toppen. Abgefahren- der Bahnstadchor war im Stil ähnlich, was auch kaum verwunderlich war, da der gleiche Chorleiter dahinter: steckte, peppig und poppig. Don´t stop me now, der Titel von Queen war Programm. Vocalis  (AGV Liederkranz Sambach) war ein wunderbarer Kontrast dazu und meisterte die gewaltige „Bohemian Rhapsody“ exakt und in extravagant hohen Tonlagen, was sie auch bei „Rhythm of life“ unter Beweis stellten.   Da Capo 1854 (MGV 1854 Schifferstadt) setzte den Schlusspunkt und ließ dynamisch und aktiv die Freundschaft in „You´ve got a friend“ und die gute Stimmung in „Good vibrations“ hochleben. Es machte schlicht und einfach Spaß, den wunderbaren Klang zu genießen und den Abend passieren zu lassen.

Zum gemeinsamen „Clap your hands and sing Halleluja“ strömten dann alle auf die Bühne und verhalfen sich so gegenseitig zu den wahnsinnig tollen Gruppenerlebnis, denn was noch schöner ist als allein zu singen, ist es mit einer riesigen Gruppe zu singen, Teil davon zu werden und den Groove gemeinsam zu spüren. Chormusik, das ist eine wunderbare Erfahrung, und die vielen moderne Chöre, die sich an diesem Abend in Schifferstadt trafen, sprechen, pardon singen, eine wunderbare Sprache.

Liedernacht der modernen Chöre am 25. August 2018

Pressebericht 125. Jubiläum des Schifferstadter Männerchor und Kirchenchor St. Jakobus

Machtvoller Männerchorgesang zum 125-jährigen Bestehen des Kirchenchors St. Jakobus

„Deutsche Messe“ brachte mit unvergänglichen Melodien tiefe Aussagen über das Christsein vor Gott zum Ausdruck

Schifferstadt (ise). Machtvoller Männerchorgesang erklang am Samstagnachmittag im Gottes-dienst in der St. Jakobuskirche. Denn anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Kirchenchors St. Jakobus führte der Schifferstadter Männerchor, bestehend aus den MGVs 1854, Concordia und Klein-Schifferstadt, sowie den Sängern des Kirchenchors unter Leitung von Dekanatskantor Georg Treuheit die bekannte „Deutsche Messe“ von Franz Schubert auf, deren ursprünglicher Titel „Gesänge zur Feier des Heiligen Opfers der Messe“ ist. Den Instrumentalpart mit zwei Hörnern, zwei Posaunen und Pauken hatten Mitglieder der Staatsphilharmonie und des Nationaltheaters Mannheim übernommen, an der Orgel musizierte Christoph Baum, am E-Piano Pedro F. Lechner.

„Ich freue mich, dass wir dieses Jubiläum in diesem Gottesdienst, am Vorabend des Heiligen Johannes des Täufers und Vorläufer Jesu, begehen können“, hob Pfarrer Dr. Georg Müller zu Beginn hervor.

„Der Ursprung der deutschen Messe liegt in den Bemühungen um eine deutschsprachige Feier der Messe während der Aufklä-rungszeit“, erklärte er in seiner Predigt,  So sei im Jahre 1777 in Landshut ein Gebets- und Gesangbuch „Der heilige Gesang zum Gottesdienst in der römisch-katholischen Kirche“ erschienen,  das die Liturgie in deutscher Sprache verbreitete. Der Text dieser Lieder sei vom Geist der Aufklärung geprägt und in der Folgezeit zum liturgischen Gemeingut geworden. Die berühmteste deutsche Messe aus dem 19. Jahrhundert sei die Deutsche Messe von Franz Schubert aus dem Jahre 1826, die in romantischer Weise die Gefühle der Mitfeiernden ansprechen soll.

Schubert stützte sich dabei zudem eindeutig auf das Vorbild des „Deutschen Hochamtes“ von Michael Haydn, eines Kompo-nisten, den er sehr schätzte.  „Während die lateinischen Texte des katholischen Ritus großteils den Lobpreis Gottes in den Mittelpunkt stellt, rücken die Texte der Deutschen Messe eher den Menschen mit seinen irdischen Sorgen und Nöten ins Blickfeld und sollen auch als Messan-dachten dienen“, erklärte er. „Und doch kommen hier, verbunden mit den unvergänglichen Melodien von Schubert, tiefe Aussagen über  unser Christsein vor Gott zum Ausdruck oder dessen, was wir hier feiern“, fügte er hinzu. In diesem Kontext ging er auf die einzelnen Abschnitte der Messe ein, die er liturgisch erläuterte.

Die praktische Umsetzung hierzu übernahm der stimmgewaltige Männerchor, dem eine prächtige und ausdrucksstarke Wiedergabe dieses populären Werkes mit viel Strahlkraft gelang. Die Deutsche Messe ist von schlicht-eingängiger Melodik, gleichmäßiger Rhythmik und viel Harmonik geprägt  Der stimmlich ausgewogene Männerchor sang die  einzelnen Messeteile deshalb ihrem Charakter entsprechend Innig und ergreifend aber auch leidenschaftlich und mächtig. Dekantatskantor Georg Treuheit begeisterte zudem auch als Solist in dem bekannten Hymnus „Panis Angelicus“ von César Franck, das durch eine ganz besondere liedhafte Innigkeit faszinierte.

 

Musikalisches Geburtstagsgeschenk

Nach dem Gottesdienst gratulierte  der Männerchor dem Kirchenchor St. Jakobus noch mit einem

kleinen Konzert, in dem berühmte „Klassiker“ der geistlichen Männerchor-Literatur zu hören waren. Die Leitung oblag Pedro F. Lechner. Wie in der Messe zuvor gestalteten sie auch das Konzert mit spürbarer Sangesfreude. So imponierten sie mit „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ von Wolfgang Amadeus Mozart, mit dem „Ave Verum“ von Thomas von Aquin, „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven, „Jauchzet, jauchzet dem Herrn“ von Friedrich Silcher und dem bekannten feierlichen Chor „Jerusalem, die Heilige Stadt“, in dem  Hermann Magin als Solist beeindruckte.

Mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen dankten die Zuhörenden dem Männerchor für die Darbietungen. Die Sänger ihrerseits revanchierten sich mit  der Zugabe des Liedes „Oh Herr, welch ein Abend“ von Otto Groll, in dem Wolfgang Raschke als Solist herausragte.

Die „Deutsche Messe“ von Schubert und das kurze Konzert wird außerdem in dieser Zusammensetzung am Sonntag, 9. September, 10 Uhr, im Gottesdienst im Dom zu Speyer aufgeführt.

 

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